JOBChance.org

Beratung anfordern Kundenzufriedenheit

Dieses Projekt wird gefördert von:

ESF - Europäischer Sozialfond und Europäische Union

Erfolgsgeschichten

Diese Projekt ist erfolgreich. Vielen Programmteilnehmern konnten neue Perspektiven und eine neue Zukunft gegeben werden. Obwohl die meisten Betroffenen die Situation fast ausweglos sahen, sind Erfolgsgeschichten geschrieben worden. Wir stellen hier zwei aktuelle Fälle vor, bei den die Teilnehmer durch unsere Hilfe und Zuwendung wieder eine Arbeit aufnehmen konnten.

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Fall 1: Neue Perspektiven nach sechs Jahren Erwerbslosigkeit

Herr K. mit neuem Führerschein
Herr K. suchte seit 2008 eine neue Arbeits­stelle. Wegen des Verlustes des Führer­scheins und der damit ein­ge­schränk­ten Mobilität hatte er auf dem Arbeitsmarkt jedoch kaum Chancen.

Herr K. ist zum Zeitpunkt des Projekteintrittes 32 Jahre alt. Nachdem er seinen Realschulabschluss erfolgreich erreichte, schloss er seine Ausbildung zum Tischler im August 2008 mit dem Gesellenbrief ab. Im selben Jahr verlor Herr K. den Führerschein und wurde arbeitslos.

Infolge seiner eingeschränkten Mobilität konnte er nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt einmünden. Der Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist in seinem Beruf elementar, da er Kundenbesuche oder Montagetätigkeiten selbstständig ausüben muss. Die für den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderliche Flexibilität bzgl. seines Einsatzes konnte er potenziellen Arbeitgebern nicht bieten. Das Vorrangige Vermittlungshemmnis stellt hier außerordentlich die fehlende Mobilität dar.

Der Teilnehmer ist durch den zuständigen Vermittler beim Jobcenter LK Nordhausen zum 05.02.2013 bis zunächst zum 30.09.2013 zugewiesen wurden und befindet sich seitdem in Betreuung des Projektes. Die Zuweisung wurde anschließend auf Grund einer positiven Integrationsförderung bis 31.12.2014 verlängert, um somit den gewünschten Integrationserfolg auf dem ersten Arbeitsmarkt zu gewährleisten.

In mehreren Schritten ging es zum Ziel

Phase 1 Anamnesephase
  1. Projektvorstellung
  2. Datenerfassung
  3. Vermittlungshemmnisse herausfiltern
  4. Zielplanerstellung
Phase 2 Abbau der Vermittlungshemmnisse
  • Sämtliche Bewerbungsunterlagen wurden nach aktuellen Standards überarbeitet und neu erstellt.
  • Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen war festzustellen, dass ohne gültigen Führerschein keine Integration erfolgen wird. Herr K. beantragte die Kostenübernahme für die zunächst notwendige MPU und alle damit verbundenen Kosten beim Jobcenter. Hier erfolgte jedoch eine Ablehnung.
  • Daraufhin wurde ein Antrag auf Kostenübernahme im Rahmen der integrationsfördernden Ausgaben bei der GfAW gestellt. Hier wurden 1411,27€ abzüglich eines Eigenanteils von 141,00€ beantragt, die bewilligt wurden.
  • Mit Zustimmung der Kostenübernahme begann Herr K. Abstinenztests durchzuführen. Diese werden in einem unregelmäßigen Abstand von sechs bis acht Wochen, mit kurzfristiger Ankündigung, insgesamt sechs Mal durchgeführt. Herr K. bestand alle Tests anstandslos. Weiterhin mussten ein aktuelles Führungszeugnis, eine Neuerteilung des Führerscheins sowie weitere Formalien beantragt und durchgeführt werden. Anschließend konnte Herr K. einen MPU-Vorbereitungskurs belegen, welcher die Chancen bei der eigentlichen MPU deutlich erhöht. Dieser wäre ohne die integrationsfördernden Maßnahmen nicht finanzierbar gewesen.
  • Nach Abschluss aller Vorbereitungskurse nahm Herr K. an der MPU teil und bestand diese beim ersten Versuch.

Zusammengefasst wurden integrationsfördernde Ausgaben aus ESF-Mitteln für die Abstinenztests, den Sehtest, die MPU-Vorbereitung und MPU in einer Gesamthöhe von 1358,81 € übernommen. Der Teilnehmer trug einen Eigenanteil von 247,37 € und übernahm damit die Kosten des Führungszeugnisses, des Neuerteilungsantrages, des allgemeinen Sehtestes und des neuen Führerscheins. Während der gesamten MPU-Phase, war der zuständige Integrationsbegleiter immer mit einbezogen, informiert und stand in ständigem Kontakt zum Teilnehmer. Es fanden regelmäßige persönliche Termine in den Projekträumen zu Beratungsgesprächen statt.

Phase 3 Bewerbungsphase
  • Für eine neue und aktuelle Bewerbung wurden Herr K. neue Bewerbungsfotos finanziert.
  • Es wurde in Zusammenarbeit mit Herrn K. und seinen Integrationsbegleiter Stellenakquise betrieben und mehrere Bewerbungen auf die aktuellen Stellenausschreibungen verfasst und versendet.
  • Mit der Wiedererlangung des Führerscheins wurde das größte Vermittlungshemmnis beseitigt woraufhin Herr K. mehrfach positive Rückmeldungen auf Bewerbungsaktivitäten erhielt.
  • Für die vielversprechendste Stelle wurde der Teilnehmer vom Integrationsbegleiter zum Vorstellungsgespräch in die Nähe von Erfurt begleitet.
  • Auf dem Weg zu diesem Gespräch wurden Situationen und mögliche Fragen in einem Bewerbungsgespräch besprochen und vorbereitet.

Herr K. verließ das Vorstellungsgespräch mit einem sehr positivem Gefühl und einer Einstellungszusage. Diese war jedoch an eine Bedingung geknüpft. Eine Einstellung wird erfolgen, wenn Herr K. im Besitz des Führerscheins Klasse CE und der beschleunigten Grundqualifizierung laut Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BkrFQG) ist.

Phase 4 Integrationsphase
  • Zusammen mit dem Inte­grations­begleiter wurde ein entsprechender Antrag zur Kostenübernahme für das Jobcenter erstellt und entsprechende Kostenvoranschläge eingeholt. In einem gemeinsamen Termin mit dem zuständigen Vermittler wurde die weitere Zielplanung besprochen und der Antrag zur Bearbeitung weiter­gegeben. Dem Antrag wurde seitens des Jobcenter stattgegeben.
  • Herr K. hat am 15. September 2014 eine Qualifikationsmaßnahme begonnen. Eine Nachbetreuung war nicht notwendig, da diese Maßnahme selbst sozialpädagogisch begleitet wird und sonst eine Doppelstruktur bestehen würde.

Nach Beendigung der Qualifikationsmaßnahme hat Herr K. seine Arbeitsstelle antreten können und wurde somit erfolgreich auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert. Er schied somit zum 12. September 2014 erfolgreich aus dem Projekt aus. Wir wünschen Herrn K. alles Gute für seinen zukünftigen Lebensweg.

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Fall 2: Neue berufliche Ausrichtung

Herr L. mit neuem Job
Herr L. kann seinen gelernten Beruf wegen ge­sund­heitlichen Einschränkungen nicht mehr ausüben. Jetzt hat er eine neue Chance bekommen.

Herr L. hat eine Lehre als Koch absolviert und war 35 Jahre in seinem erlernten Beruf tätig. Aufgrund einer Herzoperation, Bluthochdruck, Diabetes und Niereninsuffizienz ist ein Einsatz im gastronomischen Bereich nicht mehr möglich. Herr L. hat über einen Zeitungsartikel vom Projekt erfahren und ist über den offenen Zugang Teilnehmer im PCN geworden.

In den ersten Terminen wurde die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit geschaffen. Dies erfolgte durch ein ausführliches Anamnesegespräch und das Aufzeichnen der relevanten Informationen. Gemeinsam mit dem Teilnehmer wurden die gesundheitlichen Einschränkungen und die damit verbundene berufliche Neuorientierung erörtert. Es wurde ein geva-Test durchgeführt, um mögliche neue Einsatzgebiete herauszufiltern.

Es folgten gemeinsame Termine mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger, um eine Begleitung bei der beruflichen Wiedereingliederung abstimmen zu können. Da Herr L. einen GdB von 50 hat, wurde, im Rahmen des Case-Managements, auch der Integrationsfachdienst hinzugezogen. Mit diesem wurden Möglichkeiten für einen Eingliederungszuschuss und Unterstützung bei der Ausstattung eines Arbeitsplatzes besprochen.

Parallel wurden die Bewerbungsunterlagen überarbeitet und dem aktuellen Standard angepasst. Nach dem Vorstellungsgespräch führte der Inte­grations­begleiter Gespräche mit dem Arbeitgeber, in denen über die Möglichkeit einer Trainingsmaßnahme und der Eingliederungszuschüsse informiert wurde.

Herr L. absolvierte im September eine vierwöchige Probearbeit bei welcher er in der Instandsetzung von Radlagern tätig ist. Herr L. kann an einem automatisierten Arbeitsplatz vollschichtig eingesetzt werden. Der Teilnehmer hat inzwischen einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Die behindertengerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes wurde vom Arbeitgeber beantragt und wird derzeit bearbeitet. Eine Nachbetreuung durch die IB steht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, derzeit, bis zum Jahresende zur Verfügung.

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Natürlich sind die Namen und Bilder der hier erwähnten Projektteilnehmer sowie von dritte Personen verändert worden, um die Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre der Betroffenen zu wahren. Die Fälle selbst und deren Ablauf sind jedoch tatsächlich so geschehen und entsprechen der Wahrheit.

Mit diesen sieben einfachen Schritten stehen wir Ihnen zur Seite und begleiten Sie durch regelmäßgie Kontakte auf dem Weg in eine Beschäftigung.

Schritt für Schritt

Wie Sie an diesen Programm teilnehmen können, welche Zugangsvorraussetzungen es gibt und an wen Sie sich richten müssen, erfahren Sie hier:

Teilnahme am Programm

Sie möchten an diesem Programm teilnehmen oder sich einfach nur über das Projekt informieren? Dann nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.

Beratungsgespräch

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